Kinotagesstätte #4: Alter Wein in neuen Schläuchen

In der vierten Folge der Kinotagesstätte beschäftigen wir uns mit der (mutmaßlichen) Virusinfektion Hollywoods: Remakes.

Kennt ihr das? Ihr wollt ins Kino und auf dem Programm stehen nur aufgewärmte Film-Klassiker von gestern? Nein? Keine Überraschung: Die Anzahl der Remakes hat in den vergangenen Jahren nämlich deutlich abgenommen. Trotzdem gibt es sie nach wie vor – und nach wie vor stoßen sie bei Filmfans vorrangig auf Unmut.

Dem schließen auch wir uns an. Trotzdem gibt es auch so einige Remakes, die uns durchaus gefallen haben. Was Remakes leisten können, womit sie uns überzeugen können und welche uns am besten Gefallen haben, besprechen wir im Themen-Talk und in unserer ersten Top-5-Liste dieser Podcast-Ausgabe.

Im Anschluss werden wir mal kreativ: Wir stellen fünf Filme vor, zu denen wir uns ein Remake wünschen. Also ein paar Klassiker in die Mikrowelle gepackt, kurz aufgewärmt, anschließend mit etwas Zeitgeist gewürzt – und fertig sind 15 potentielle Kassenschlager!

Im Anschluss nehmen wir Brian De Palmas Gangsterfilm-Epos Scarface unter die Lupe, sprechen über die Ikonografie des Films, seinen grandiosen Hauptdarsteller und versuchen zu entschlüsseln, was ihn zu einem (hoffentlich) guten Remake macht.

Und wer wenig Zeit hat, für den bieten wir direkt am Anfang wie gewohnt einige Kurzbesprechungen zu aktuellen Filmen – und diesmal auch Serien. So geht es unter anderem um die Netflix-Releases Love, Death & Robots und Sex Education, um die neuen Kinofilme Wir und Captain Marvel sowie um Deadpool 1 & 2 und Junges Licht.

Viel Spaß beim Reinhören!

Beitragsbild: (c) Universal

12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ma-Go sagt:

    Nachdem mich Benni letztes mal belehrt hat, dass ein Podcast nicht dafür gedacht ist sich auszutauschen, kommentiere ich jetzt nur um ihn zu ärgern. 😉

    Wir ihr wisst beschäftige ich mich auf meinem Blog ja ab und an auch mal mit Remakes und deren Originalen. Von daher habe ich mir seit ich aktiv über Filme schreibe zwangsläufig auch zu diesem Thema ein paar Gedanken gemacht und möchte einfach nur ein paar Grundlegende Meinungen dazu kurz loswerden.

    1. Ich bin davon überzeugt, dass kein Remake (oder Sequel etc), egal wie mies es ist, ein gutes Original nachträglich verschlechtern kann. Mal abgesehen davon, dass niemand gezwungen wird sich die Filme anzuschauen, halte ich es auch im Sinne der Kunst für falsch zu sagen, dass Rob Zombie mit seiner Halloween-Version das Orginal ruiniert hätte. Er hat eine Version gemacht, die er für künstlerisch ansprechend hielt. Dass ich den Film kacke finde hat erst mal überhaupt nichts damit zu tun, wie ich das Original fand und weiterhin finde.
    Gleiches gilt auch für die Originale der Disney Klassiker. Selbst wenn die Filme uns heute zeigen sollten, dass die alten Filme gar nicht so gut waren wie wir sie in Erinnerung hatten (wie es in eurem Podcast angesprochen wird), dann liegt das Problem doch bei den Originalen und nicht bei den Remakes. Das ist ein bisschen so als würde man dem Kumpel, der einem gesteckt hat, dass die Exfreundin heimlich im Keller Rentnerinnen gefoltert hat, einen Vorwurf machen, weil er die Illusion der perfekten Frau zerstört hat.

    2. Was das Argument „Einen alten Film einem jüngeren Publikum schmackhaft machen“ angeht, bin ich geteilter Meinung. Wie ihr richtig sagt, gibt es durchaus Filme, die schlecht gealtert sind und mit neuerer Technik durchaus verbessert werden könnten. Deswegen freue ich mich übrigens auf den neuen Unsichtbaren. Aber das nur am Rande. Andere Filme, wie z.B. den angesprochenen „Die 12 Geschworenen“, der heute noch einwandfrei funktioniert und nur weil er schwarz-weiß ist von vielen möglicherweise nicht angeschaut wird, müssen aus meiner SIcht nicht extra neuverfilmt werden. Wenn die Botschaft des Films heute noch aktuell und bedeutsam ist, dann liegt es im Sinne des bewussten Konsums auch am Filminteressenten über seinen Schatten zu springen und sich dem Werk zu öffnen. Am Ende hat man dann nämlich nur noch Filme, die alle gleich aussehen, damit der 08/15 Zuschauer auch was damit anfangen kann.

    Zum Aschluss würde mich mal interessieren was eurer Meinung nach die SCHLECHTESTEN REMAKES sind, die euch so einfallen. Ich hatte vor einiger Zeit mal eine Blogparade zu dem Thema erstellt. Keine Ahnung, ob ihr damals mitgemacht habt. Aber vielleicht findet ihr die Auswertung ja auch amüsant 😉

    https://magofilmtipps.wordpress.com/2016/08/22/die-schlechtesten-remakes-aller-zeiten-auswertung-der-blogparade/

    Hier übrigens auch noch die Auswertung der besten Remakes:
    https://magofilmtipps.wordpress.com/2016/04/22/die-besten-remakes-auswertung-der-blogparade/

    Bis zur nächsten Folge. 🙂

    Gefällt 2 Personen

    1. Ma-Go sagt:

      P.S: Das Remake zu Toni Erdmann liegt wohl auf Eis

      Gefällt 1 Person

    2. „Nachdem mich Benni letztes mal belehrt hat, dass ein Podcast nicht dafür gedacht ist sich auszutauschen, kommentiere ich jetzt nur um ihn zu ärgern. 😉“

      Da wir noch nicht berühmt genug sind, unsere Zuhörer und deren Kommentare zu ignorieren, darfst du das gerne weiterhin tun ^^

      „1. Ich bin davon überzeugt, dass kein Remake (oder Sequel etc), egal wie mies es ist, ein gutes Original nachträglich verschlechtern kann.“

      Grundsätzlich bin ich da bei dir. Es mag jedoch durchaus Leute geben, die Enthüllungen aus Sequels (und evtl. auch bei Remakes, wie z.B. Halloween) nicht einfach ausblenden können. Wenn es für sie plötzlich Kanon ist, dass ein Typ in einem Raum voller Fernseher den Einen zum hunderttausendsten Male losgeschickt hat (war das so?), dann kann das für jene den ersten Teil nachträglich in sich zusammenbrechen lassen. Sofern sie diese Szene bei der Sichtung des ersten Teiles vor ihrem inneren Auge haben und einfach nicht vergessen können. Mir reicht der erste Matrix aus und mein Gehirn ist eh so schwammig, dass ich nichtmal wer weiß, was ich vor drei Zeilen geschrieben habe.

      „Das ist ein bisschen so als würde man dem Kumpel, der einem gesteckt hat, dass die Exfreundin heimlich im Keller Rentnerinnen gefoltert hat, einen Vorwurf machen, weil er die Illusion der perfekten Frau zerstört hat.“

      Es gibt Momente, da möchte man die Wahrheit nicht wissen. Und was meine Ex-Freundin so anstellt (oder ist sie erst dadurch zu meiner Ex-Freundin geworden?) interessiert mich heute recht wenig. Da ich aber lieber zur Kernaussage etwas schreiben möchte, als zum hinkenden Beispiel:

      „Selbst wenn die Filme uns heute zeigen sollten, dass die alten Filme gar nicht so gut waren wie wir sie in Erinnerung hatten “

      Tun sie das? Da bin ich ganz bei dir, dass das allein das Original kann. Weiß auch nicht, ob das jemand aus unserem Dreigestirn so proklamieren wollte.

      „Deswegen freue ich mich übrigens auf den neuen Unsichtbaren.“

      Den gab es doch bereits mit besserer Technik: The Hollow Man.
      Ansonsten bin ich auch bei Punkt 2 bei dir. Allerdings sehe ich das Problem, das im Podcast angesprochen wurde, dass viele die Originale nicht kennen (oder gar nicht kennen wollen). Ich wette mit dir, dass die meisten Originale deiner Blogparade bei den besten Remakes nicht angesehen wurden. Allerdings Wette ich auch, dass das durch die Remakes nicht geändert wurde. Weswegen der Punkt sich für mich im Kreise dreht. Aber auch das kommt hoffentlich durch meinen Einwurf im Podcast zum Tragen, wenn ich sage, dass besonders Die 12 Geschworenen heute genausogut wie eh und je funktioniert. Man muss sie den Zuschauern nur unter die Nase reiben und sie zu ihrem Glück zwingen.

      „Zum Aschluss würde mich mal interessieren was eurer Meinung nach die SCHLECHTESTEN REMAKES sind, die euch so einfallen.“

      Die angedachte Top-Liste haben wir herausgenommen. In meinen Augen ist ein schlechtes Remakes ein solches, das dem Original nichts hinzufügen zu vermag. Funny Games U.S. und Psycho als Beispiele genannt. Funny Games U.S. ist trotzdem ein hervorragender Film, aber eben kein gutes Remake (habe das im Podcast glaub auch erwähnt). Und daher ergibt es m.M.n. wenig Sinn, eine Flopliste aufzustellen.
      Gerade das von Texas Chainsaw Massacre (wie in der Blogparade) sehe ich nicht als schlechtes Remake an, da er abgesehen von Jessica Biel im nassen Tanktop vieles anders macht als das Original und die Gewaltschraube mächtig andreht (muss man nicht mögen, aber ein schlechtes Remake ist es dadurch nicht).

      Danke auf jeden Fall für deinen Kommentar 😉

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    3. Ja, die Liste mit schlechten Remakes haben wir rausgelassen, weil wir dort wohl sehr viel allgemeines und bereits bekanntest genannt hätten. Zumal ich persönlich auch derart schlechte Neuverfilmungen gerne aus meinem Gedächtnis verdränge. Ich weiß beispielsweise kaum noch, was im neuen Robocop passiert ist, obwohl ich den erst im vergangenen Jahr gesehen habe.
      Da fanden wir die Idee zu unseren „Wunsch-Remakes“ doch deutlich interessanter – auch eben deshalb, weil wir mal kreativ sein konnten. Ich glaube, das machen wir öfter 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Ma-Go sagt:

    „Es mag jedoch durchaus Leute geben, die Enthüllungen aus Sequels (und evtl. auch bei Remakes, wie z.B. Halloween) nicht einfach ausblenden können.“

    Es mag auch Leute geben, die Horrorfilme nicht vertragen. Dann sollen die sich solche Sachen halt nicht anschauen. 😉

    “ ein Typ in einem Raum voller Fernseher den Einen zum hunderttausendsten Male losgeschickt hat“

    In welchem Halloween Film ist das denn bitte passiert 😛
    Ich habe übrigens exakt zu dieser Szene ein Bild aus Scary Movie im Kopf, in dem der Architekt auf seinem Stuhl sitzt und diesen aus Einsamkeit zärtlich streichelnd Linda nennt. 😀 😀 😀
    Und ich finde den ersten Matrix Film trotzdem sehr gut…

    „Weiß auch nicht, ob das jemand aus unserem Dreigestirn so proklamieren wollte.“

    Timecode 1:04:08 – 1:05:18

    „Den gab es doch bereits mit besserer Technik: The Hollow Man.“

    Absolut korrekt. Nur hat der mir nicht gefallen. 😉

    „Ansonsten bin ich auch bei Punkt 2 bei dir.“

    Ich glaube in dem Fall hattest du mich sogar vor langer Zeit überzeugt. Ich meine mich an eine Diskussion über das Psycho Remake zu erinnern.

    Gefällt 1 Person

    1. „Timecode 1:04:08 – 1:05:18“

      Da habe ich wohl gerade nicht zugehört 😉 Okay, okay. Wird Zeit, dass du etwas mit Marius diskutierst, aber der hält sich hier ja vornehm zurück.

      Gefällt 1 Person

      1. Ma-Go sagt:

        Mir egal mit wem ich diskutiere 😉
        Ich war dieses Mal an einigen Stellen mit Marius einer Meinung. Insofern ist das kein Problem explizit zwischen uns beiden. Er hat ja in dem zitierten Beispiel auch gesagt, dass es möglicherweise irgendwann passieren könnte und nicht dass das seine Überzeugung ist.

        Gefällt 2 Personen

        1. Guter Versuch, aber jetzt lenk mich mal nicht weiter vom Filmrätsel ab 😉

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          1. Ma-Go sagt:

            Ich bin erst bei Rätsel 4. Die ersten drei waren recht easy. Hoffentlich schaff ich das noch. Wie ist es bei dir gelaufen?

            Gefällt 1 Person

          2. Muss mir noch die letzten drei anschauen. Bis dahin lief es recht ordentlich.

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        2. Lufio sagt:

          Bin immer noch der Meinung 😁 würde aber mein eigenes Zitat so abändern, dass eine Marke schaden davon tragen kann und das ein sequel mehr ruinieren kann.

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          1. Ma-Go sagt:

            Das mit der Marke glaube ich schon eher aber auch nicht so richtig.

            Leute wie wir schauen dann trotzig weiter die alten Filme und zeigen die unseren Kindern. Die jüngere Generation, die die alten Filme nicht kennt, findet die Ramakes wahrscheinlich toll. Und alle leben fröhlich weiter bis ans Ende ihrer Tage.

            Was die Sequels angeht verstehe ich was du meinst. Für mich kann ich aber nur sagen, dass ich BEI MIR noch nie erlebt habe, dass die (durchaus vorhandenen) miesen Fortsetzungen dem Original irgendwie geschadet hätten. Ich liebe den Terminator trotz Genisys, Halloween trotz Halloween 2 – 374 und Alien trotz Teil 3 und 4.

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