Kinotagesstätte #7: Superhelden am Mikrofon & Spoilertalk zu „Avengers: Endgame“

In der siebten Folge der Kinotagesstätte fahren wir die richtig schweren Geschütze auf und besprechen ein Thema, das das Kino und die Filmlandschaft in den vergangenen zehn Jahren so stark geprägt hat, wie kein ein anderes Thema: Superhelden.

Woher kommt der Superhelden-Hype der vergangenen Jahre? Warum ist Marvel so erfolgreich, dass ihr jüngster Film alle Rekorde bricht? Worin liegen die Schwächen des MCU? Und warum zum Teufel konnte Konkurrent DC diese Erfolgsformel nicht kopieren? Es gibt viel zu diskutieren und zu theoretisieren – und dazu noch die Top 5 unserer liebsten Superhelden-Filme.

Zu Beginn jedoch wie gewohnt die „5-Minuten-Guillotine“: Wir stellen die Filme vor, die wir seit unserer letzten Aufzeichnung gesehen haben. Freut euch auf Meinungen zu „Das Böse unter der Sonne“, „Die neun Königinnen“, „Vicky Cristina Barcelona“ und „Kindeswohl“, zu „Lady Bird“, „Jim Knopf“ und „Friedhof der Kuscheltiere“ sowie zu „Im Netz der Versuchung“ und „One Cut of the Dead“. Ach ja, und über den Trailer zum Sonic-Film ranten wir ebenfalls ab.

Und als ob diese Packung noch nicht dick genug wäre, widmen wir uns zum Abschluss dem kommerziellen Höhepunkt des aktuellen Kinojahres „Avengers: Endgame“. Freut euch auf einen ausführlichen Spoilertalk zum vorerst finalen Film des MCU!

00:00:33 Begrüßung
00:03:52 Rätselfrage
00:05:17 Das Böse unter der Sonne
00:06:09 Nine Queens
00:07:27 Vicky Christina Barcelona
00:08:52 Kindeswohl
00:10:46 Woody Allen
00:12:53 Lady Bird
00:14:27 Jim Knopf
00:15:25 Friedhof der Kuscheltiere (2019)
00:17:49 Sonic
00:18:31 Friedhof der Kuscheltiere (2019)
00:20:24 Im Netz der Versuchung
00:21:54 One Cut of the Dead
00:26:14 SPOILER zu Im Netz der Versuchung
00:29:32 Thema der Woche: Superhelden
00:30:38 Unser erster Film aus dem MCU
00:32:26 Woher kommt der Hype um Superhelden?
00:42:55 Warum ist gerade das MCU so erfolgreich?
00:55:36 Die Probleme des DCEU
01:08:01 Top 5 Superheldenfilme
01:08:32 Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV
01:10:55 Special (2006)
01:12:42 Kick-Ass
01:14:16 Thor: Ragnarok
01:16:55 Die Unglaublichen
01:18:40 Captain America: The Winter Soldier
01:20:58 Avengers: Infinity War
01:22:51 Chronicle
01:25:37 Logan
01:32:11 Watchmen
01:37:17 Batman (1989)
01:39:59 The Dark Knight
01:46:24 Auf diese Superheldenfilme freuen wir uns
01:48:09 Diese Superkraft hätten wir gerne
01:50:56 Thema nächste Folge: Filme über Musik
01:52:38 SPOILERTALK zu Avengers: Endgame
02:42:17 Die Mikros sind noch an?!
02:50:10 Verabschiedung und Rätselauflösung

21 Kommentare Gib deinen ab

  1. eccehomo42 sagt:

    Eure Podcasts werden ja immer länger, hab ihn mir dennoch gestern in voller Länge angehört.
    Zu Woody Allen muss ich sagen, dass ich eigentlich nur einen seiner Filme gesehen habe: Midnight in Paris, den fand ich aber großartig. Zum Plottwist zu Im Netz der Versuchung muss ich sagen, dass das gelingen kann, schlechter als bei Dallas kann es ja nicht sein.
    Zum Thema Superheldenfilme muss ich sagen, dass ich die lange Mies fand, mit Ausnahmen, aber die jetzigen ganz solide sind. Ich fand Captain Marvel ja ganz gut, aber wenn man die in Infinity War genauso wenig Charakter gibt, sehe ich schwarz für das MCU, was ja auch irgendwie gut ist. Ich finde auch nur eine handvoll der Marvelfilme besser als solide. Mit fehlen aber auch ein paar. Was ich alles über Endgame höre, bin ich ziemlich sicher, dass ich mich über diesen Film ärgern werde, aber was soll’s.
    Ich hätte ziemlich gerne gehört, was Christian in der Diskussion zwischen Benni und Marius gemacht hat. Ich fand es auch interessant, dass ihr so unterschiedliche Standpunkte hattet und eine hörenswerte Diskussion darüber führen konntet.
    Ich freue mich tatsächlich sehr auf den neuen Spider Man, Homecoming ist aber auch eins meiner MCU Highlights. Ich glaube, dass der Hype um Superheldenfilme bald verblassen wird.
    Welche Western meint denn Marius? Die aus den späten Sechzigern oder noch jünger.
    Nächster Podcast wird sehr interessant. Da werde ich glaube ich auch noch intensiver zuhören und meine Gedanken machen.
    Zum Abschluss noch meine Antwort auf die Frage: Bridget Jones Baby

    Gefällt 3 Personen

    1. Ja, was die Länge betrifft, hatte ich zunächst befürchtet, wir würden diesmal gar keine so gute, umfangreiche Diskussion hinbekommen. Aber bei diesem Thema hat wohl jeder über die letzten Jahre derart viel Erfahrung gesammelt, dass er ordentlich was beitragen kann. Aber dass es soooo lange wird, hat mich dann tatsächlich auch überrascht ^^
      Deine Einschätzung zum MCU teile ich: Ich finde ebenfalls nur einen kleinen Teil mehr als solide. Aber wir sprechen da vielleicht auch aus einer anderen Perspektive als die, die nur ein oder zwei Mal im Jahr ins Kino gehen – und dann eben zu Marvelfilmen gehen. Manchmal denke ich mir auch: Mehr als Unterhaltung wollen diese Filme doch gar nicht bieten. Und trotzdem sehe ich bei einigen sehr viele verschenkte Chancen. Ich hoffe inständig, dass das ganze Genre jetzt etwas experimentierfreudiger wird. Spider-Man Homecoming finde ich aber tatsächlich auch sehr sehr gut, weil dort der Humor innerhalb des College-Settings wunderbar passt.
      Tja, und ob der Hype verblassen wird, wird wohl auch daran liegen, was der nächste große Hype werden wird. Solange sich da nichts anbahnt, wird es wohl erstmal so bleiben.

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      1. eccehomo42 sagt:

        Ich glaube, es gibt gar nicht so viele Menschen, die ein bis zweimal im Jahr ins Kino gehen. Es gibt Hardcorekinogänger wie uns, ich peile dieses Jahr ja die 50 als Kinogangziel an. Dann die, die ünregelmäßig zwischen 4-10 mal ins Jahr ins Kino gehen und Leute die gar nicht ins Kino gehen, wie meinen Vater, der geht seit zwanzig Jahren nicht mehr ins Kino obwohl er oft und gerne Filme guckt.
        Das Problem, dass ich mit vielen Marvelfilmen habe ist, dass sie selbst als Popcornkino nur solide sind. Da fand ich Sachen wie Back to the Future, Indiana Jones, Robin Hood (mit Costner), Mission Impossible, die neuen Bonds, Lethal Weapon etc. um zwei Klassen besser. Und die Marvelfilme sollten das Ziel haben sehr gutes zeitloses Popcornkino darzustellen und da werden die wenigsten diesen Anspruch gerecht.
        Homecoming hat einen der besten Antagonisten und eine sehr gute High School Story (die Jungdarsteller mussten sich zB Breakfast Club und Ferris macht Blau als Vorbereitung angucken).
        Homecoming, GotG und Doctor Strange sind für mich die Blaupausen dafür, dass es auch anders geht. Bei Captain Marvel hat man nen Mittelweg gewählt und der ist bekanntlich bei Kritikern durchgefallen.
        Ich glaube, dass wir ein Comeback des reinen Actionfilms erleben könnten, ebenso wie Tragikomische Filme wieder ein Millionen Publikum ziehen können.

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    2. „Zum Plottwist zu Im Netz der Versuchung muss ich sagen, dass das gelingen kann, schlechter als bei Dallas kann es ja nicht sein.“

      Der Twist von Dallas wurde ja von Marius als sein schlechtestes Beispiel genannt (wenn er wahrscheinlich auch nicht an Dallas gedacht hat). Das ist ja quasi die Blaupause dafür, dass alles bisher gesehene irrelevant ist. Wobei es bei Dallas zumindest nur teilweise der Fall ist. Bei Roseanne ist gar eine ganze Staffel betroffen. Und bei der Arztserie St. Elsewhere (im Deutschen: Chefarzt Dr. Westphall) ist das Ende der völlige Overkill, weil gleich die ganze Serie damit in Luft aufgelöst wird. Ein solcher / ähnlicher Twist kann nur unter bestimmten, ganz engen Voraussetzungen funktionieren. Und die Hürde ist heute viel, viel höher, weil der Zuschauer sich mit Twists mittlerweile gut auskennt und sie mitunter auch erwartet. Da muss entweder erzählerisch etwas dazukommen – so hätte Serenity, wie gesagt, als Komödie, die die Lebensweisheiten eines kleinen Jungen darstellt, vielleicht funktionieren können.. Oder man macht es so wie in Shutter Island / Total Recall, etc. und lässt den Zuschauer im Unklaren.

      „Ich hätte ziemlich gerne gehört, was Christian in der Diskussion zwischen Benni und Marius gemacht hat.“

      Das wüsste ich auch gern 😛

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      1. eccehomo42 sagt:

        Die Frage ist ja auch, ob man immer einen großen Twist ziehen muss. Ich hab gestern „Searching“ gesehen und gegen Ende finde ich, hatte der auch einen kleinen Twist, den ich nicht kommen sah und dennoch logisch ist. Es muss ja nicht immer ein Twist alla Shutter Island, The Sixth Sense oder Fight Club sein…

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        1. Es muss überhaupt kein Twist sein. Mittlerweile könnte man ja fast meinen, dass ein Handlungsdreher, überraschender Bösewicht, o.ä. bereits obligatorisch für einen Thriller ist. Gerade Searching hätte überhaupt gar keine Auflösung im eigentlichen Sinne benötigt, und hätte sich dadurch noch viel mehr aus der Masse positiv herausbewegt. Die meisten Twists sind Mist und gewinnen dem zuvor gesehenen nichts hinzu, sondern sind ein reiner Oh-Effekt, anstatt eines gewinnbringenden Aha-Effekts, der dem Film eine zweite Ebene beschert, wegen der man ihn gerne ein zweites Mal anschaut.

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      2. „Ich hätte ziemlich gerne gehört, was Christian in der Diskussion zwischen Benni und Marius gemacht hat.“

        Ich bin panisch in der gesamten Wohnung herumgelaufen und habe nach Batterien oder funktionierenden Kopfhörnern gesucht ^^‘
        Nach ein paar Minuten – ich war schon am Verzweifeln – habe ich dann in der hintersten Ecke einer Schublade ein uraltes Paar gefunden ^^

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    3. Lufio sagt:

      Jetzt habe ich den Podcast auch mal gehört und kann antworten 😀
      Für die meisten Leute sind MCU = Popcornfilme. Wenn wir uns Veränderungen und Mut wünschen, dann finden das auch die Fans gut, aber die meisten (zumindest in meinem Bekanntenkreis) fühlen sich wunderbar unterhalten. Der pure Unterhaltungswert sorgt schon für ein Großteil der Zuschauerzahlen. Dazu kommt natürlich der riesige Hype.
      Spider-Man: Homecoming fand ich auch überraschend gelungen, besonders durch eine besondere Szene, wobei ich beim restlichen Film auch viel zu meckern hatte.
      Ich meinte die Western der 40er und 50er. Damals war es DAS Genre mit unzähligen Filmen, aber es entwickelte sich kaum weiter. Erst nach der Blütezeit kamen die Western von Leone und Co. Aber das wird bestimmt mal ein eigener Podcast 🙂

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      1. „Erst nach der Blütezeit kamen die Western von Leone und Co. Aber das wird bestimmt mal ein eigener Podcast“

        Oh je, das ist ja noch weniger mein Thema als Filme über Musik.

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        1. eccehomo42 sagt:

          Kannst doch jetzt mal ne Westernphase einlegen😝

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        2. Lufio sagt:

          Aber Koreanische Zombiefilme 😀

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          1. Japanische 😉
            (wobei Train to Busan auch sehr empfehlenswert ist; vll erhöhe ich auf asiatische ^^)

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          2. Lufio sagt:

            Oder allgemein Zombies…. 😀

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          3. Und nicht zu vergessen die Netflix-Serie „Kingdom“ 😉

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        3. Zumindest die großen Genre-Klassiker könnte man doch mal nachholen. Da fehlen mir auch noch ein paar….

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          1. Die Dollar-Trilogie steht noch irgendwo auf meiner Liste. Ansonsten scheine ich leider kein Western-Freund zu sein. Konnte auch bei Red Dead Redemption wesentlich mehr mit dem Zombie-Add-On anfangen.
            Aber sollte irgendjemand mal dieses Thema vorschlagen, werde ich schon ein, zwei Worte dazu verlieren können. Und sei es auch nur, um mich über Zurück in die Zukunft III aufzuregen.

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      2. eccehomo42 sagt:

        Wenn die MCU Filme durch die Bank richtig gute Popcornkinofilme wären, wär mir das ja auch Recht, aber selbst das sind sie zu selten.
        Western war lange Zeit nichts für mich, nähere mich dem Genre doch immer mehr an.

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        1. Lufio sagt:

          Von den alten John Wayne Klassikern kenne ich auch nur wenige. Bin da eher bei Leone/Eastwood/Morricone

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